... salut de nouveau

Wieder auf Reisen.
Du fragst oft nach mir.
Ich telephonier
noch vorm Zubettgehen mit dir.


Freu mich auf den Moment,
wenn ich steh in der Tür,

und du läufst mir jauchzend entgegen.

...

Und dann öffne ich meine Arme für dich.
Ja, dann öffne ich meine Arme für dich!


Dann öffne ich meine Arme, Gerhard Schöne (1992)


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Sonntag, 4. April 2021

Die romantischen Hunde

Damals war ich zwanzig Jahre alt
und war verrückt.
Ein Land verloren,
aber einen Traum gewonnen.
Und träumte ich ihn,
war alles andere nicht mehr wichtig.
Weder arbeiten noch beten
oder lernen, morgens früh,
bei den romantischen Hunden.
Und der Traum lebte fort in meinem leeren Kopf.
Ein Zimmer aus Holz,
im Halbdunkel,
in einer dieser Tropenlungen.
Und manchmal kehrte ich in mich zurück,
den Traum besuchen: eine Statue, verewigt
in flüssigen Gedanken,
ein Wurm, ein weißer,
in Liebe zuckend.
Liebe, ausgerasteter.
Ein Traum in einem anderen.
Und der Albtraum sprach zu mir: du wächst.
Schmerz und Verirrung, diese Bilder lässt du hinter dir
und du vergisst.
Zu jener Zeit jedoch wär Älterwerden ein Verbrechen gewesen.
Und ich sprach: hier bin ich, bei den Hunden, den romantischen,
hier bleib ich.

Roberto Bolaño
aus: Roberto Bolaño, Die romantischen Hunde, Hanser Verlag, 2017, München


Samstag, 20. Mai 2017

Auf uralte Nächte und ferne Klänge...

Immer wieder hinreißend...


For R.

There is a pleasure in the pathless woods
There is a rapture on the lonely shore
There is society, where noone intrudes
By the deep sea, and music in its roar
I love not Man less, but Nature more
From these our interviews, in which I steal
From all I may be, or have been before.
To mingle with the Universe, and feel
What I can ne'ever express, yet cannot all conceal. 

Lord George Gordon Byron