Schönes, still bezauberndes Kino.
... salut de nouveau
Wieder auf Reisen.
Du fragst oft nach mir.
Ich telephonier
noch vorm Zubettgehen mit dir.
Freu mich auf den Moment,
wenn ich steh in der Tür,
und du läufst mir jauchzend entgegen.
...
Und dann öffne ich meine Arme für dich.
Ja, dann öffne ich meine Arme für dich!
Dann öffne ich meine Arme, Gerhard Schöne (1992)
Du fragst oft nach mir.
Ich telephonier
noch vorm Zubettgehen mit dir.
Freu mich auf den Moment,
wenn ich steh in der Tür,
und du läufst mir jauchzend entgegen.
...
Und dann öffne ich meine Arme für dich.
Ja, dann öffne ich meine Arme für dich!
Dann öffne ich meine Arme, Gerhard Schöne (1992)
Dienstag, 8. August 2017
Montag, 7. August 2017
Lars Bäckström in memoriam
Als in der Zeitung stand,
der Dichter sei verstorben,
begann ich zu suchen,
nach einem dünnen kleinen Buch zu fahnden.
Vor mehr als fünfzig Jahren geschrieben,
sollte es definitiv im Regal stehen.
Seitdem aber war das Regal umgezogen
zwischen Städten und Kontinenten.
Ich fand es nicht. Fort seit langem.
Aber aus dem Gedächtnis tauchten zwei Fragmente auf:
"Von allen Frauen liebte ich den Schlaf am meisten."
Und:
"Für den Sinn musst du also selbst aufkommen."
Das erschien mir vollkommen ausreichend.
(Lars Bäckström 1925 - 2006)
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
der Dichter sei verstorben,
begann ich zu suchen,
nach einem dünnen kleinen Buch zu fahnden.
Vor mehr als fünfzig Jahren geschrieben,
sollte es definitiv im Regal stehen.
Seitdem aber war das Regal umgezogen
zwischen Städten und Kontinenten.
Ich fand es nicht. Fort seit langem.
Aber aus dem Gedächtnis tauchten zwei Fragmente auf:
"Von allen Frauen liebte ich den Schlaf am meisten."
Und:
"Für den Sinn musst du also selbst aufkommen."
Das erschien mir vollkommen ausreichend.
(Lars Bäckström 1925 - 2006)
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
Sonntag, 6. August 2017
Fallende Dämmerung
Im langsam fahler werdenden Licht,
im langsam steigenden Dunkel
eine Erinnerung, nähert sich taumelnd
und schlägt mit den Flügeln gegen die Scheibe.
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter,
Hanser, 2014, München
Samstag, 5. August 2017
Die Lampe
Bevor die Lampe brannte,
saßen wir ganz still.
Die heisere Stimme einer Krähe
und plötzlich der Duft von Klee
kamen mit einer süßlichen Wärme
durch dieses aufsteigende Dunkel.
Wasser, ganz still.
Erde, auch sie ruhig.
Der Vogel flog
so dicht er konnte
über seinem eigenen Schatten.
Und die Hummel, treue Freundin
vieler Sommer,
prallte gegen die Fensterscheibe
eine Wand der Welt.
Und der Seetaucher
flog von See zu See.
Es könnte spät sein
oder früh
in verschiedenen Leben.
Es könnte im Schatten eines Schmetterlings sein,
im Schatten irgendeines Lebens.
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
saßen wir ganz still.
Die heisere Stimme einer Krähe
und plötzlich der Duft von Klee
kamen mit einer süßlichen Wärme
durch dieses aufsteigende Dunkel.
Wasser, ganz still.
Erde, auch sie ruhig.
Der Vogel flog
so dicht er konnte
über seinem eigenen Schatten.
Und die Hummel, treue Freundin
vieler Sommer,
prallte gegen die Fensterscheibe
eine Wand der Welt.
Und der Seetaucher
flog von See zu See.
Es könnte spät sein
oder früh
in verschiedenen Leben.
Es könnte im Schatten eines Schmetterlings sein,
im Schatten irgendeines Lebens.
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
Freitag, 4. August 2017
Die Uhr in der Küche hat niemand umgestellt
Die Uhr in der Küche hat niemand umgestellt.
Mitten im grünenden Sommer
zeigt sie die Winterzeit
und das darf sie dann wohl tun.
Mitten im Sommer gibt es
Teergeruch und Duft von Himbeeren
eine braune alte Uhr, die stehengeblieben ist
die Boote mit Wasser gefüllt
und der Bootsmotor, der aufgegeben hat
der herbere Duft der Brennnesseln im Schatten der Scheunen
die Seeschwalbe, die geduldig wieder und wieder
über demselben Wasser kreist
das verlassene Haus an der alten Straße
mit dem abblätternden Tapeten der Zimmer.
Zwei Pferde, die aussehen, als hätten sie
immer schon dort am Heuschober gestanden
der langsam im Boden versinkt.
Der treue Fliederbusch
ist jetzt schon verblüht.
Mitten im Sommer geht da ein Wind
der nur Abschied will.
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
Mitten im grünenden Sommer
zeigt sie die Winterzeit
und das darf sie dann wohl tun.
Mitten im Sommer gibt es
Teergeruch und Duft von Himbeeren
eine braune alte Uhr, die stehengeblieben ist
die Boote mit Wasser gefüllt
und der Bootsmotor, der aufgegeben hat
der herbere Duft der Brennnesseln im Schatten der Scheunen
die Seeschwalbe, die geduldig wieder und wieder
über demselben Wasser kreist
das verlassene Haus an der alten Straße
mit dem abblätternden Tapeten der Zimmer.
Zwei Pferde, die aussehen, als hätten sie
immer schon dort am Heuschober gestanden
der langsam im Boden versinkt.
Der treue Fliederbusch
ist jetzt schon verblüht.
Mitten im Sommer geht da ein Wind
der nur Abschied will.
Lars Gustafsson
aus: Lars Gustafsson, Das Feuer und die Töchter, Hanser, 2014, München
Donnerstag, 3. August 2017
Erzählen,
Geschichten erzählen. Immer war da die Annahme, dass man Lügen verbreitete. Aber ihr Anliegen war es immer gewesen, den Nerv, das Herz, den Kern, das Mark zu treffen. [...]
Was war es also genau, dieses wahrhafte Erzählen? Sie wollten immer auch noch die Erklärung erklärt haben! Eine Schriftstellerin, die der Bezeichnung würdig war, würde sie alle an der Nase herumführen, zum Narren halten, in die Irre führen. Verstand sich das nicht von selbst? Es ging darum, dem, was das Leben ausmachte, treu zu sein, zu versuchen, genau das einzufangen, was Lebendigsein bedeutete, obwohl das nie gelang. Es ging darum, eine Sprache zu finden. Und es ging darum - und das folgte aus dem Vorherigen -, der Tatsache treu zu sein, dass viele Dinge im Leben, oh, so viele mehr als wir uns vorstellen, nie erklärt werden können.
Graham Swift
aus: Graham Swift, Ein Festtag, dtv, 2017, München
Was war es also genau, dieses wahrhafte Erzählen? Sie wollten immer auch noch die Erklärung erklärt haben! Eine Schriftstellerin, die der Bezeichnung würdig war, würde sie alle an der Nase herumführen, zum Narren halten, in die Irre führen. Verstand sich das nicht von selbst? Es ging darum, dem, was das Leben ausmachte, treu zu sein, zu versuchen, genau das einzufangen, was Lebendigsein bedeutete, obwohl das nie gelang. Es ging darum, eine Sprache zu finden. Und es ging darum - und das folgte aus dem Vorherigen -, der Tatsache treu zu sein, dass viele Dinge im Leben, oh, so viele mehr als wir uns vorstellen, nie erklärt werden können.
Graham Swift
aus: Graham Swift, Ein Festtag, dtv, 2017, München
Mittwoch, 2. August 2017
1 2 3 4
1
2 3 4, tell me that you love me more
Sleepless
long nights that is what my youth was for
Old
teenage hopes are alive at your door
Left
you with nothing but they want some more
Oh,
you're changing your heart
Oh,
You know who you are
Sweetheart,
bitter heart, now I can't tell you apart
Cozy
and cold, put the horse before the cart
Those
teenage hopes who have tears in their eyes
Too
scared to own up to one little lie
Oh,
you're changing your heart
Oh,
you know who you are
One,
two, three, four, five, six, nine, or ten
Money
can't buy you back the love that you had then
One,
two, three, four, five, six, nine, or ten
Money
can't buy you back the love that you had then
Oh,
you're changing your
heart
Oh,
you know who you are
Oh,
you're changing your heart
Oh,
you know who you are
Oh,
who you are
For
the teenage boys
They're
breaking your heart
For
the teenage boys
They're
breaking your heart
Feist
Oui, il y a huit ans maintenant...
Money can't buy you back the love that you had then.
Beau souvenir qui en reste.
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