... salut de nouveau

Wieder auf Reisen.
Du fragst oft nach mir.
Ich telephonier
noch vorm Zubettgehen mit dir.


Freu mich auf den Moment,
wenn ich steh in der Tür,

und du läufst mir jauchzend entgegen.

...

Und dann öffne ich meine Arme für dich.
Ja, dann öffne ich meine Arme für dich!


Dann öffne ich meine Arme, Gerhard Schöne (1992)


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Donnerstag, 31. Januar 2013

Verscheuchen wir die Zeit, Geliebter,


damit es sie nicht mehr gibt, die langen
Minuten, die so schwer vorbeigehn,
wenn du nicht bei mir bist
und überall bist,
ohne da zu sein, aber da.
Du schmerzt mich im Leib,
streichelst meine Haut,
und bist nicht da,
und bist nahe,
ich fühle dich hervortreten
aus der Luft und mich anfüllen,
doch ich bin allein, Geliebter,
und dieses Dich-Sehen,
ohne daß du da bist,
läßt mich manchmal empfinden 
wie eine verwundete Löwin,
ich krümme mich,
drehe mich um mich selbst,
suche dich,
und du bist nicht da,
und bist doch 
dort 
so nahe.

Gioconda Belli




Sonntag, 9. Dezember 2012

[1]



Toute association de mots encourage son démenti, court le soupçon d'imposture. La tâche de la poésie, à travers son œil et sur la langue de son palais, est de faire disparaître cette aliénation en la prouvant dérisoire.



Eine jede Verknüpfung von Worten regt dazu an, sie Lügen zu strafen, eine jede setzt sich dem Verdacht der Vorspiegelung falscher Tatsachen aus. Es ist die Aufgabe der Dichtung, durch ihr Auge zu blicken und mit ihrer Zunge schmecken zu lassen, damit diese sich als nichtig erweisende Entfremdung in Nichts zerrinnt.

René Char, Poésies - Dichtungen, S. Fischer Verlage, 1959, Frankfurt am Main