... salut de nouveau

Wieder auf Reisen.
Du fragst oft nach mir.
Ich telephonier
noch vorm Zubettgehen mit dir.


Freu mich auf den Moment,
wenn ich steh in der Tür,

und du läufst mir jauchzend entgegen.

...

Und dann öffne ich meine Arme für dich.
Ja, dann öffne ich meine Arme für dich!


Dann öffne ich meine Arme, Gerhard Schöne (1992)


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Donnerstag, 7. Dezember 2017

Erik Satie - Once Upon a Time in Paris

Rêver un peu de Paris...

Montag, 20. Februar 2017

RUFE NICHT


Lege den Finger auf den Mund.
Rufe nicht.
Bleibe stehen
am Wegrand.
Vielleicht solltest du dich hinlegen
in den Staub.
Dann siehst du in den Himmel
und bist eins mit der Straße,
und wer sich umdreht nach dir
kann gehen als lasse er niemand zurück.
Es geht sich leichter fort,
wenn du liegst als wenn du stehst,
wenn du schweigst als wenn du rufst.
Sieh die Wolken ziehn.
Sei bescheiden, halte nichts fest.
Sie lösen sich auf.
Auch du bist sehr leicht.
Auch du wirst nicht dauern.
Es lohnt sich nicht Angst zu haben
vor Verlassenheit,
wenn schon der Wind steigt
der die Wolke
verweht.

Hilde Domin


Sonntag, 29. Januar 2017

Weißt du


Weißt du
hast du gesagt
nie
nie bin ich so glücklich gewesen wie heute nacht.
Nie. Und du hast es mir
im selben Augenblick gesagt
in dem ich beschloß, dir nicht zu sagen
weißt du
sicher mach ich mir was vor
aber ich glaube
aber mir scheint, das ist
die schönste Nacht meines Lebens.

Idea Vilarino



Dienstag, 1. März 2011

Au petit matin




Meine Schuhe von mir geworfen, das Glück des winzigen Augenblicks vernachlässigend die Flucht ergriffen, im stummen ergriffenen Tanz das Denken abgestreift, dann irgendwann die Augen geschlossen
und wortlos geweint.


Zwei Hände legen sich auf meine Augen. Und drehen mich um.



die stunden steigen herauf sterne ablegend und es ist
morgen
in die straßen des luftraums kommt das licht lieder streuend


auf erden wird eine kerze
gelöscht die stadt
erwacht
mit einem lied auf den
lippen tod in den augen


und es ist morgen
die welt
zieht aus träume zu morden...


ich seh in die straßen wo starke
männer brot graben
und ich seh die brutalen gesichter der
leute satt hässlich hoffnungslos grausam glücklich

und es ist tag,


im spiegel
seh ich einen zarten
menschen
träume
träumend
träume im spiegel

und es
ist dämmerung auf erden


eine kerze wird angezündet
und es ist dunkel
die leute sind daheim
der zarte mensch im bett
die stadt

schläft mit tod auf den lippen und einem lied in den augen
die stunden steigen herab
sterne anlegend...


in den straßen des luftraums kommt die nacht lieder streuend


E. E. Cummings (1894 - 1962)




http://www.youtube.com/watch?v=rBB9acKV0Q0&NR=1