Das Schweigen ausbreiten einer Decke gleich Die Wärme befühlen der Kälte ausweichen dem Klang der Regentropfen nur noch Gehör schenken Einhüllen Nussecken essen Ankommen Geliebt werden Aufstehen und gehen Fort Weit Weit fort
Den Wind spüren
Nass und kalt auf der Haut Zitternde Fingerspitzen über den schwarzen Tasten und der Angst Und den meergrünen Sternen. Kommen und gehen und bleiben
Morgens im Halbdunkel aus der Tram fallen, verschlafener Blick, müder Gang. Den Mantelkragen hochschlagen, den Gedanken an das Aufsetzen eines verwegenen Blickes sofort wieder verwerfen, auf jeden Schritt Acht geben, es ist glatt in dieser kalten klamm gefrorenen Stadt. Und es ist noch immer Winter. Die Schritte, nach und nach sicherer, wacher geworden, führen durch einen kleinen Park. Plötzlich das lächelnde Zwitschern einer Amsel hören, dadurch den Kopf gen Himmel wenden und dann - die Sonne geht auf. Famos. Eigentlich wie jeden Morgen. Und dennoch ein klitzekleines Wunder. Ein zartes Lächeln macht sich breit. Was wird aus diesem Tag? Das ist völlig egal. Die Amsel und die Sonne. Die Sonne und die Amsel. Am Leben sein. Laufen und genießen.
Nachtzauber
Der Mond errötet Kühle durchweht die Nacht
Am Himmel Zauberstrahlen aus Kristall
Ein Poem besucht den Dichter
Ein stiller Gott schenkt Schlaf eine verirrte Lerche singt im Traum auch Fische singen mit denn es ist Brauch in solcher Nacht Unmögliches zu tun
Rose Ausländer (1901 - 1988)
Keine Gedichte im Augenblick ich will leben
Morgen vielleicht glückt das Wort weißes Blatt Wald voller Vögel
Ich spitze die Ohren sehe mit den Eulenaugen der Nacht
Schließ die Augen. Was ist das? Es schmeckt. Wonach? Zitroneneis. Wie Sommer. Wie ein wahr gewordenes Wunder. Zum Glücklichwerden? Vielleicht.
Manchmal. Ab und an geschieht ein Wunder. Und die Augen sind nicht geschlossen. Und der Schlaf weit fort. Wach, hellwach sein. Und leben... Ich bin glücklich über jedes Wunder, das mich hinterrücks überfällt. Über jede lang erhoffte Antwort, über jeden Sonnenstrahl, der sich warm auf mein Gesicht legt, über jede neue Nuance Blau, über jeden Pinselzug Chagalls, Monets, Dalís, über jeden neu entdeckten guten Song. (Daraus ein Puzzle legen und es "Leben" nennen.)
Was geschah? Der Stein trat aus dem Berge. Wer erwachte? Du und ich. Sprache, Sprache. Mit-Stern. Neben-Erde. Ärmer. Offen. Heimatlich.
Wohin gings? Gen Unverklungen. Mit dem Stein gings, mit uns zwein. Herz und Herz. Zu schwer befunden. Schwerer werden. Leichter sein.
Laufen, hüpfen, vor Freude tanzen, hemmungslos glücklich sein und sich im Regen wild drehen, die Arme weit vom Körper gestreckt, den Geschmack des Regens auf der Haut spüren... es wird wieder Sommer. Hoffentlich bald. Der Schnee macht mürbe, wenn auch bedächtiger. Es wäre Zeit. Nur wofür? Augen zu, loslaufen, abheben. Über mir: Ein blauer Paraglider. Augen zu, genießen. Ich mag Sommer im Kopf. Wie verrückt.
Und
Und Wiesen gibt es noch und Bäume und Sonnenuntergänge und Meer und Sterne und das Wort das Lied und Menschen und
Holding back the years,Thinking of the fear I've had for so long.When somebody hears,Listen to the fear that's gone.
Strangled by the wishes of pater,Hoping for the arm of mater,Get to me sooner or later,Nothing ever could, yeah.I'll keep holding on,I'll keep holding on,I'll keep holding on,I'll keep holding on.Chance for me to escape from all I know.Holding back the tears.There's nothing here has grown.I've wasted all my tears,Wasted all those years.Nothing had the chance to be good,Nothing ever could, yeah.I'll keep holding on,I'll keep holding on,I'll keep holding on,I'll keep holding onSo tight.